Internet Glossar

 

Begriff Texte Siehe auch
Z-Modem, Zmodem Z-Modem ist ein weitverbreitetes, duplexfähiges Sicherungsprotokoll mit automatischer Blocklängenadaption für die fehlerfreie Datei-Übertragung. Das Z-Modem bietet auch die Möglichkeit zur Übertragung von Kommandos zur Kommunikationssteuerung. Das Protokoll ist eine Erweiterung von Y-Modem sowie X-Modem.

Zmodem ist eine schnellere und leistungsfähigere Weiterentwicklung von Übertragungsprotokolle Xmodem mit neuen Eigenschaften.

Z-Modem ist ein von Chuck Forsberg 1988 entwickeltes Protokoll, bei dem der Sender ein oder mehrere Pakete bereits im voraus sendet, ohne die Bestätigung des Empfängers für den voherigen Block abzuwarten. Das ZModem-Protokoll ist in der Lage, eine abgebrochene Dateiübertragung im nächsten Anlauf an der Bruchstelle wieder aufzunehmen.

Siehe dazu:

https://de.wikipedia.org/wiki/ZMODEM
X-Modem, Y-Modem, Kermit
Z3

Die Rechenmaschine Z3 war die erste Maschine, die mit Gleitkommazahlen arbeiten konnte. Andere Maschinen jener Zeit konnten nur mit ganzen Zahlen umgehen. Am 12. Mai 1941 hat der Berliner Erfinder Konrad Zuse seine Rechenmaschine Z3 einer kleinen Gruppe von Besuchern zum ersten mal vorgeführt. Unbemerkt von der Öffentlichkeit hatte Zuse damit seinen Traum von der automatischen Rechenmaschine erfüllt und das Zeitalter des Computers eröffnet.

Auf dem Symposium am 11. Mai 2001 im Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik (ZIB) in Berlin wurde die Rekonstruktion der Rechenmaschine Z3 gezeigt, die von einem Team der beiden Berliner Universitäten nachgebaut wurde und die zu pädagogischen Zwecken eingesetzt werden kann.

Konrad Zuse, Plankalkül
Z39.50 ANSI/NISO Z39.50 Protocol steht für ein standardisiertes Kommunikationsprotokoll zwischen bibliothekarischen Datenbanksystemen (Server oder Target genannt) und den Zugriffsprogrammen (Client oder Origin).
Z39.50 erlaubt die weltweite Suche in heterogenen Datenbanken aus der gewohnten lokalen Programmumgebung.
Der Einsatz des Protokolls führt zu einer Unabhängigkeit von der Struktur der Datenbank (hierarchisch, relational, ...), der lokalen Abfragesyntax, dem eingesetzten Betriebssystem und der Hardware. Man kann sich das Z39.50-Protokoll als ein Datenbank-Esperanto vorstellen, das es jedem Client ermöglicht, mit jeder Datenbank einen Dialog zu führen.

Einführung zum Z39.50-Protokoll:
http://www.informatik.tu-darmstadt.de/VS/Infos/Protocol/Z39.50/

Z39.50 Resources:
http://lcweb.loc.gov/z3950/agency/resources/

Die Deutsche Bibliothek - Z39.50 Gateway:
https://z3950.de/zack/z3950.html

Library of Congress:
http://www.loc.gov/z3950/

Z39.50 in Europe:
http://www.ukoln.ac.uk/dlis/z3950/
ANSI, NISO
Zeitzonen Hier die Abkürzungen für die wichtigsten europäischen Zeitzonen:

 
	GMT  = Greenwich Mean Time            (0000)
	UTC  = Universal Time Coordinated     (0000)
	MEZ  = Mitteleuropäische Zeit
	       (+0100, Abweichung von +1 Stunde zur GMT)
	WEST = Western European Summer Time, entspricht MEZ
	MET  = entspricht MEZ
	MESZ = Mitteleuropäische Sommerzeit
	       (+0200, Abweichung von +2 Stunden zur GMT)
	CEST = Central European Summer Time, entspricht MESZ
	EET  = Eastern European Time
	       (+0200, Abweichung von +2 Stunde zur GMT)
	EEST = Eastern European Summer Time
	       (+0300, Abweichung von +3 Stunde zur GMT)

Hier die Abkürzungen für die wichtigsten internationalen Zeitzonen:

	AT   =	Azores Time                   (-0200)
	AST  =	Atlantic Standard Time        (-0400)
	EST  =	Eastern Standard Time         (-0500)
	CST  =	Central Standard Time         (-0600)
	MST  =	Mountain Standard Time        (-0700)
	PST  =	Pacific Standard Time         (-0800)
	YST  =	Yukon Standard Time           (-0900)
	AHST =	Alaska-Hawaii Standard Time   (-1000)
	CAT  =	Central Alaska Time           (-1000)
	HST  =	Hawaii Standard Time          (-1000)
	NT   =	Nome Time                     (-1100)
	IDLW = 	International Date Line West  (-1200)
	EET  =	Eastern European Time         (+0200)
	BT   =	Baghdad Time                  (+0300)
	WAST =	West Australien Time          (+0700)
	CCT  =	China Coast Time              (+0800)
	JST  =	Japan Standard Time           (+0900)
	EAST =	East Australian Standard Time (+1000)
	GST  =	Guam Standard Time            (+1000)
	IDLE =	International Date Line East  (+1200)
	NZST =	New Zealand Standard Time     (+1200)

Siehe dazu:

https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitzone
http://www.zeitzonen.de/
http://www.weltzeituhr.com/
http://www.timeanddate.com/
 
Zeichensatz Ein Zeichensatz ist eine fest definierte Menge von Zeichen. Ein Beispiel für einen Zeichensatz soll ISO-8859-1 sein, auch genannt Latin-1, Lateinisch-1 oder laut Internet Explorer "Westeuropäisch (ISO)", dieser wird typischer Weise für westliche Skripte wie Deutsch verwendet.
Üblicherweise werden die Zeichen eines Zeichensatzes in einem 7- oder 8-Bit-Code dargestellt, so dass insgesamt 128 bzw. 256 Kombinationsmöglichkeiten zur Zeichendarstellung zur Verfügung stehen. Der bekannteste Zeichensatz ist der ASCII-Code, standardisiert unter ISO-646. Als weitere sind der EBCDIC-Code, der ANSI-Code und die vielen unter ISO-8859 standardisierten Zeichensätze zu nennen. Zeichensätze dienen auch der Anpassung der verschiedenen länderspezifischen Schriftzeichen an die entsprechende Tastatur.

Zeichensätze (ISO-8859-Familie und andere):
http://www-hera-b.desy.de/subgroup/computing/IT/www/selfhtml/inter/zeichensaetze.htm

Checklist for HTML character coding:
http://www.alanflavell.org.uk/charset/checklist.html
die Deutsche Fassung:
http://www.dodabo.de/charset/
Codierung (coding)
Zelda Die Firma Nintendo, Ende der 90er Jahre schwer bedrängt vom Erzrivalen Sony, trumpfte 1999 mit einem Spiel auf, das die Fachwelt als Meisterwerk feierte. Das Spiel, das zunächst nur für die Spielkonsole Nintendo 64 zu haben war, wurde vom US-Spielemagazin "Next Generation" zum "Spiel des Jahrhunderts" gekürt.
Das grafische Meisterwerk hieß "The Legend of Zelda, Ocarina of Time" und war die vierte Fortsetzung der Zelda-Abenteuerspielserie, die Nintendo ab 1995 auf den Markt brachte. Mit dem Helden Link kommt der Spieler durch eine märchenhafte Welt, in der Blumen aus dem Boden schießen, Sandstürme toben und Fabelwesen Feuerbälle speien. Überall müssen Gefahren bestanden, Hindernisse überwunden und Rätsel gelöst werden. Dabei kann jedes Objekt auf vielerlei Art gebraucht werden. Ein Stock etwa dient nur als Waffe, sondern auch als Fackel, mit der hinderliche Spinnweben abgebrannt werden. Und selten war ein Computerspiel so detailverliebt: Wenn Link zum Fischen geht, spiegelt sich die Sonne im Wasser und ab und zu wirbelt ein Fisch den schlammigen Boden auf.
Die vom Japaner Shigeru Miyamoto erfundenen Geschöpfe wie der Klempner Mario, der Affe Donkey Kong oder die Märchenfigur Zelda wurden zu Ikonen der Spielekultur.
Nintendo
Zen & the Art of Internet Internet-Führer von Brendan P. Kehoe in englischer Sprache. Erhältlich bei Project Gutenberg oder unter http://digital.library.upenn.edu/. Project Gutenberg
Zertifikat Ein Zertifikat ist ein elektronischer Identifizierer, der eine digitale Signatur enthält, die von einer Zertifizierungs-Stelle mit einem privaten Schlüssel erstellt wurde.
Digitale Ausweise bieten für die elektronische Kommunikation die Möglichkeit der sicheren Identifikation. Ein digitaler Ausweis verbindet die Angaben zum Nutzer mit seinem öffentlichen Schlüssel und ist mit der digitalen Signatur einer vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle versehen. Der digitale Ausweis wird als Public-Key-Zertifikat bezeichnet.

Für die Struktur des Zertifikats gibt es mehrere Formate. Das von der ITU empfohlene Zertifizierungs-Format X.509 ist eines, das seit mehreren Jahren verwendet wird.

Sowohl beim Schutz von Kommunikationswegen, als auch beim Einsatz der sicheren Signatur finden elektronische Zertifikate nach der X.509 Spezifikation breiten Einsatz. Solche Zertifikate werden von einer vertrauenswürdigen Instanz (z.B. eine Zertifizierungsstelle (engl. Certificate Authority, kurz CA) ausgestellt und bestätigen den Zusammenhang zwischen einem kryptographischen Schlüsselpaar einerseits und Attributen (z.B. Verwendungszwecke, Name, Kennzeichen, etc.) andererseits.

Spezifikation von X.509-Zertifikatsprofilen:
http://www.informatik.tu-darmstadt.de/GK/
RFC 3280 - Internet X.509 Public Key Infrastructure...:
http://www.faqs.org/rfcs/rfc3280.html
Kryptographie, SSL
Zimmermann, Phil Der Amerikaner ist "Erfinder" von Pretty Good Privacy oder PGP, dem am weitesten verbreiten E-Mail-Verschlüsselungsprogrammes im Internet. Das brauchte ihm nicht nur Freude, sondern auch jahrelangen Ärger mit der US-Regierung. Einige Version von PGP unterliegen den strengen US-Exportrestriktionen und dürfen außerhalb der USA nicht verwendet werden.

Philip Zimmermann, Creator of PGP:
http://www.philzimmermann.com/

The International PGP Home Page:
http://www.pgpi.org/

Pretty Good Privacy
ZIP-Datei Eine komprimierte Datei mit der Erweiterung .ZIP. Zum Anlegen und Entpacken von ZIP-Dateien gibt es einige populäre Tools. Für MS-DOS-Dateien gibt es PKZIP für DOS, für Windows kann man WinZip benutzen. Daneben gibt es noch MacZip für den Macintosh, auch das populäre StuffIt kann ZIP-Dateien entpacken.

WinZip® Home Page:
http://www.winzip.com/

Zip for Macintosh:
http://www.izip.com/

StuffIt Expander:
http://www.stuffit.com/win/expander/

PKZIP, zippen
Zine Oft auch E-Zine oder eZine, Abkürzung für "Magazine".
Vor dem Aufkommen des World Wide Web gab es nur eine Handvoll selbstpublizierter Magazine. Heute sind damit hauptsächlich elektronisch publizierte Magazine gemeint, die via E-Mail oder über das WWW verbreitet werden.
PKZIP, ZIP-Datei
zippen Mit Hilfe eines Packprogrammes wie PKZIP ein komprimiertes Datei-Archiv aus einer oder mehreren Ausgangsdateien erzeugen. PKZIP, ZIP-Datei
Zombie-Site Zombie-Site ist der Ausdruck für eine verlassene oder vernachlässigte Site. Niemand bemüht sich mehr die Seiten zu aktualisieren. Meistens ist der Inhalt zu einer anderen Adresse gewandert oder der Besitzer hat den Betrieb eingestellt. WWW
Zuse, Konrad

Konrad Zuse deutscher Computerpionier wurde am 22. Juni 1910 in Berlin-Wilmersdorf geboren.

Er schloss 1935 an der Technischen Hochschule in Berlin-Charlottenburg (heute Technische Universität Berlin) seine Ausbildung als Ingenieur ab. Er arbeitete dann bei den Henschel Flugzeugwerken in Dessau. Nur ein Jahr später begann er selbstständig am Bau eines programmierbaren Rechners zu arbeiten. Das Resultat war 1938 ein elektrisch angetriebener mechanischer Rechner, Z1 genannt, mit begrenzten Programmiermöglichkeiten, der die Befehle von Lochstreifen ablas. Die Z1 arbeitete nie zuverlässig, da die mechanischen Teile zu ungenau gefertigt waren.

Nach einem Zwischenexperiment mit der Rechenmaschine Z2 hat der vielbegabte Tüftler die Z3 vollständig mit 2500 telephonischen Relais in seiner Berliner Wohnung in der Methfesselstraße 7-10 aufgebaut. Die Z3 war die erste programmierbare Rechenmaschine der Welt, konnte die arithmetischen Grundoperationen in beliebigen Kombinationen ausführen und besaß einen Speicher für 64 Zahlen. Die Z3 war auch die erste Maschine, die mit Gleitkommazahlen arbeiten konnte. Andere Maschinen jener Zeit konnten nur mit ganzen Zahlen umgehen. Nach der Vorführung der Z3 im Jahr 1941 erhielt Zuse einen Auftrag für eine noch größere Maschine, die Z4, die bis 1945 fast vollendet wurde. Die Z1 und Z3 wurden 1943 im Krieg zerstört.

Der zweite Weltkrieg machte es ihm unmöglich mit Rechnerspezialisten in England und den USA in Kontakt zu treten. Die Z3 war an der Grenze "Turing-complete" zu sein. Der Beweis wurde erst viel später 1998 durchgeführt.

Zuses Unternehmen wurde 1945 zusammen mit der Z3 zerstört. Die teilweise fertiggestellte Z4 war vorher in Sicherheit gebracht worden. Zuse entwickelte in diesem Jahr auch eine der ersten Programmiersprachen, den Plankalkül.

Nach dem Krieg gründete Zuse 1949 eine weitere Firma, die Zuse KG. Die Z4 wurde fertiggestellt und an der ETH Zürich installiert. Zu jener Zeit war das der einzige funktionierende Computer in Europa und der erste kommerzielle Computer weltweit. Die Z4 wurde einige Monate früher als die UNIVAC installiert.

Weitere Computer wurden gebaut, die Typenbezeichnung war immer ein Z und eine fortlaufende Nummer. Herausragend war die Z11, die der optischen Industrie und Universitäten verkauft wurde und die Z22, der erste Computer mit Magnetspeicher.

Bis 1967 baute die Firma insgesamt 251 Computer. Aufgrund von Finanzschwierigkeiten wurde die Firma an Siemens verkauft. Zuse erhielt für seine Arbeit mehrfach Auszeichnungen. Nach seiner Pensionierung widmete er sich seinem Hobby - der Malerei.

Er starb am 18. Dezember 1995 in Hünfeld im Landkreis Fulda.


Weitere Informationen:


Konrad Zuse:
http://ei.cs.vt.edu/~history/Zuse.html

Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin (ZIB):
http://www.zib.de/

Konrad Zuse Internet Archiv:
http://www.zib.de/zuse/
Plankalkül, Z3

Autor Peter Klau:

Derzeit lebt Peter Klau in Dortmund und hat bis jetzt zahlreiche Titel über das Internet, MP3, PGP, Online Banking und verwandte Themen veröffentlicht und ist auch durch Beiträge in Zeitschriften als Experte ausgewiesen.