Internet Glossar

 

Begriff Texte Siehe auch
T-Online Online-Dienst der Deutschen Telekom AG und Marktführer in Deutschland. Wurde unter dem Namen "Bildschirmtext (btx)" eingeführt und bietet inzwischen auch einen Internetzugang. Online-Dienst, Provider
T-Online-Decoder Der T-Online-Decoder ist das Zusatzprogramm für das T-Online-System. Es entziffert (dekodiert) die Daten, die der Online-Dienst an den heimischen PC schickt, und stellt sie auf dem Bildschirm dar. KIT, T-Online
talk 1. engl. für reden, Gespräch, Unterhaltung, Plauderei.

2. Bezeichnung für eine Usenet-Hierarchie in der die Newsgroups gerne über alles mögliche diskutieren.
alt, comp, de, misc, news, Newsgroups, sci, soc, rec, Usenet
Tamagotchi Ein kleines eiförmiges elektronisches Gerät mit einem virtuellen Vogel, das 1997 als erstes Exemplar seiner Art von Japan aus seinen Siegeszug in alle Welt antrat. Das auf einem LCD-Bildschirm erscheinende "Tier" muß vom Eigentümer ständig versorgt werden mit Futter, Zuneigung oder andere gesundheitserhaltende Maßnahmen. Die Lebensdauer beträgt 10 bis 18 Tage und endet mit einem virtuellen Tod. Durch drücken der Reset-Taste kann ein Tamagotchi mehrmals reinkaniert werden.

Das Tamagotchi wurde ca. 1996 von einer japanischen Hausfrau (Aki Maita) erfunden. Seit dem Start im November 1996 hat , innerhalb eines knappen Jahres über 5 Millionen Stück verkauft. Dabei kam es zu Lieferengpässen, was wiederum Schwarzmarktpreise zur Folge hatte. Inzwischen gibt es zahlreiche Tamagotchi-Kopien (z.B. "Giga Pets") von Tiger Electronics.

virtuell
TAN Teilnehmer am Homebanking oder am Internet-Banking bekommen von ihrem Geldinstitut eine Liste mit "Transaktionsnummern", kurz TAN genannt. Für jede Transaktion wie Überweisung, Abfrage des Kontostands etc. wird eine TAN benötigt. Homebanking, Internet-anking, Telefon-Banking
TDMA TDMA (Time Division Multiple Accessist) ein Zeitmultiplex-Verfahren im Mobilfunknetze, bei dem jedem Knoten eine feste Anzahl von Slots pro "Umlauf" zugeordnet wird. Um die begrenzte Anzahl der Frequenzen möglichst effizient zu nutzen, wird jede Trägerfrequenz für mehrere Gespräche/Datenverbindungen genutzt: Pro Kanal können dabei 8 Verbindungen in so genannten Zeitschlitzen übertragen werden CDMA, GMS, Mobilfunk
Telefon-Banking Bei dieser Variante des Homebanking läuft die Kommunikation mit der Bank über das Telefon. Benötigt wird ebenfalls eine PIN (Persönliche Identifikations-Nummer) und für jede Kontobewegung oder -abfrage eine TAN (Transaktions-Nummer). Oftmals ist am anderen Ende der Leitung kein Mitarbeiter der Bank, sondern ein Sprachcomputer. Homebanking, Internet-Banking, PIN, TAN
Telefon-Hacker Telefon-Hacker haben sich auf das Eindringen in Telefonnetze spezialisiert, wo sie durch Manipulationen z.B. an Vermittlungscomputern kostenlose Ferngespräche führen können. Cracker, Hacker
TeleVox Das Internet Telefonprogramm TeleVox erlaubt Internet-Benutzern Ferngespräche zum Preis eine Ortsgesprächs durchzuführen. Wie ist das möglich? Der Trick ist simpel. Anstatt Ihre Stimme über die traditionellen Fernsprechleitungen zu schicken, benutzt TeleVox das Internet, wo es ja bekanntlich keine Ferngebühren gibt, auch wenn Sie sich mit einem Teilnehmer aus Übersee unterhalten. Alles was Sie brauchen ist eine Internet-Verbindung, wie sie diese schon für andere Dinge wie E-Mail, Web-Surfen etc. nutzen.

Die erforderliche Telefon-Software können Sie kostenlos vom TeleVox-Server herunterladen. Sie können das Programm für alle Gespräche einsetzen, egal ob Sie sich mit Freunden, Familienmitgliedern oder Geschäftsfreunden unterhalten wollen. Mit Hilfe von TeleVox ist es auch sehr leicht neue Freunde kennenzulernen und mit Menschen im Internet einfach nur zu chatten. Sicher wird diese Art der Kommunikation die "Gespräche via Tastatur" eines Tages überflüssig machen. Besonders kleinere Firmen können auf diese Art preiswert Konferenzen mit Geschäftspartnern auf globaler Ebene durchführen.

Die Software von TeleVox liefert eine stabile und qualitativ gute Stimmenqualität, selbst über verschiedenartige Netzwerke hinweg und bei einer langsamen Internet-Verbindung. Der Schlüssel dazu ist eine revolutionäre Kompressionstechnik, die es erlaubt, Stimmen nahezu verlust- und verzögerungsfrei und in ihrer natürlichen Form zu übertragen. TeleVox ist leicht zu installieren und zu bedienen und verfügt über eine Reihe von Zusatzfunktionen wie zum Beispiel den Dateitransfer.
Internet Telefonie
Terminalprogramm Ein Terminalprogramm dient dazu, eine Verbindung zu einem BBS aufzubauen und Daten dorthin zu senden oder zu empfangen. In Windows 95 ist beispielsweise das Programm "Hyperterminal" enthalten. Daneben gibt es eine große Zahl Freeware- oder Shareware-Programme für alle Betriebssysteme. BBS
Tetris Tetris hieß das erste russische Computerspiel, das ein Welterfolg wurde. Erfunden wurde das Spiel vom russischen Experten für künstliche Intelligenz Alexey Pajitnow. Inspiriert durch das römische Puzzle-Spiel "Pentominos", programmierte der Russe eine Version für den Computer. Tetris war geboren. Später folgten 3-D-Tetris und unzählige Varianten. Computerspiel
Texturen Oberflächenmuster, wie sie zum Beispiel als Hintergrund einer Web-Seite verwendet werden. Texturen können aus gezeichneten Mustern (beispielsweise Schraffuren) oder aus Fotoausschnitten bestehen. Homepage
TFT "Thin Film Transistor"-Bildschirme bieten die derzeit beste Bildqualität, sind aber auch sehr teuer. Sie werden oft auch als "Active Matrix"-Bildschirme bezeichnet. Touch-Screen
Thread Eine Anzahl von Artikeln einer Newsgroup, die unter der gleichen Überschrift veröffentlicht werden. Threads können mit einem komfortablen Newsreader leicht gelesen und bearbeitet werden. Artikel, Newsgroup, Newsreader, Usenet
TIFF "Tagged Image File Format", ein von der amerikanischen Firma Aldus Corp. entwickeltes Grafikformat zur Bearbeitung und Speicherung von hoch auflösenden Bildern. TIFF wird auch bei der Fax-Übertragung Gruppe 3 und 4 benutzt.

TIFF (Tagged Image File Format) 6.0 Specification:
http://ec.europa.eu/ipg/standards/image/tiff/
Aldus, Grafikformat, Faxmodem
TinyMud Abenteuer-Spiel, daß im Jahre 1989 von Amerikaner Jim Aspnes entwickelt wurde. Die Bezeichnung "Tiny" wurde gewählt, weil das Programm kleiner und flexibler war, als andere MUDs. MUD
Tomlinson, Ray

Ray Tomlinson arbeitet seit Ende der sechziger Jahre bei BBN Technologies, einem Unternehmen des Kommunikationsriesen Verizon. Im Jahr 1971 entwickelte er die Programme SNDMSG und CPYNET, die es den Anwendern erlaubten, Nachrichten an andere Computer zu senden.

Tomlinson wurde damit zum Erfinder der E-Mail. Bekannt ist Tomlinson jedoch bedauerlicherweise für eine sehr viel weniger bedeutsame "Erfindung" - er wählte das @-Zeichen, den "Klammeraffen", als Lokalisierungssymbol in elektronischen Adressen.

"The first e-mail message", die Tomlinson von einer Maschine zum Anderen sandte waren Texte ohne Bedeutung: "I sent a number of test messages to myself from one machine to the other...", erinniert sich Ray Tomlinson, zuerst hat er wohl das Wort "QWERTYUIOP" benutzt.

Im Jahr 2001, dem 30. Geburtstag der E-Mail, verlieh die International Academy of Digital Arts and Sciences Tomlinson den Webby-Award für sein Lebenswerk. Im Rahmen seiner aktuellen Tätigkeit bei BBN prüft Tomlinson Lösungen, die die Dauerhaftigkeit, Sicherheit und Skalierbarkeit verteilter Netzwerkanwendungen erhöhen.

Ray Tomlinson Inventor of e-mail:
http://edition.cnn.com/2016/03/06/us/ray-tomlinson-email-creator-obit/index.html

@, E-Mail
Touch Screen Die englische Bezeichnung für einen berührungsempfindlichen Monitor. Statt mit einer Maus zu klicken, werden alle Aktionen mit einem Fingerdruck oder einem Stift ausgelöst. Solche Bildschirme werden oft von Handheld-Computern und von öffentlich zugänglichen Informations-Computern benutzt. Handheld
Trackpad Ein "Trackpad" dient bei tragbaren PCs und einigen hochwertigen Tastaturen als Mausersatz. Es besteht aus einer berührungsempfindlichen Fläche, auf der der Mauszeiger mit dem Finger gesteuert wird. Zwei angebrachte Tasten übernehmen die Funktionen der rechten und linken Maustaste. Notebook, Trackball
Transmitter Ein Server, der auf Anfrage mittels Push-Technologie zu einer vereinbarten Zeit Informationen an den Client (Tuner) schickt. Channels, Marimba, Push-Technologie, Tuner
True Type TrueType-Buchstaben werden durch mathematische Beschreibung ihrer Umrisse als grafische Objekte definiert. Diese Grafiken können skaliert (vergrößert oder verkleinert), rotiert (gedreht), gespiegelt und farbig ausgefüllt werden.
Es werden nur die Umrisslinien (engl.: outline) der Buchstaben gespeichert, aus denen dann leicht die verschiedenen Schriftgrößen (angegeben in "Punkt") und Schriftschnitte (fett, kursiv, usw.) errechnet werden können. Dadurch benötigen TrueType-Fonts weniger Speicherplatz als Fonts, bei denen jeweils der komplette Zeichensatz in verschiedenen Größen und Schnitten gespeichert werden muss.
Fonts
Treiberprogramm Ein Treiberprogramm (auch kurz Treiber genannt) enthält alle zum Betrieb eines Gerätes (wie etwa eines Druckers) oder einer zusätzlichen Steckkarte notwendigen Befehle. Praktisch jedes Erweiterungsgerät zu einem Computer benötigt einen Treiber, der auf das jeweilige Betreibssystem abgestimmt werden muß. Betriebssystem
Trojanisches Pferd Ein destruktives Programm, das sich in einer anderen Applikation versteckt. Anders als Viren, können sich Trojanische Pferde nicht selbstständig vermehren, haben aber meistens ein zerstörerisches Potential. Eines der tückischten Trojanischen Pferde ist ein Anti-Virus-Programm, daß die Festplatte statt von Viren zu befreien, diese damit verseucht.

Der Ausdruck stammt aus dem Buch Ilias von Homer, in dem geschildert wird, wie die Griechen durch ein riesiges hölzernes Pferd, in dem Soldaten versteckt waren, in die Stadt Troja gelangten und diese dadurch einnehmen konnten.

Virus, Worm
TTP Trusted Third Party, Organisationen, welche den beim PGP verwendten "Private-Key" verwalten sollen. Da dieser Schlüssel von Regierungsstellen jederzeit angefordert werden können, wird diese Organisation von vielen abgelehnt. Private Key, Pretty Good Privacy
TUCOWS

TUCOWS, (ausgesprochen wie "two-cows") -- The Ultimate Collection of Winsock Software, ist eine der größten und besten Shareware-Sammlungen im Internet. Entgegen der Bezeichnung findet man hier nicht nur Windows-Winsock-Software, es existiert auch einen riesige Sammlung mit Mac- und OS/2-Software.

Die Adresse der Homepage lautet:
http://www.tucows.com/

Dort finden sich Hinweise auf über 200 weltweite Mirror-Server, von denen man den geographisch nächsten ausuchen sollte, um den Network-Traffic auf ein Minimum zu reduzieren und die Downloadzeiten zu verkürzen.

Nach Auswahl der Betriebssystems (Windows 95 oder NT, Windows 3.x, Macintosh, oder OS/2) können Sie auf einer neuen Seite die Software-Kategorien auswählen. Neben den Links zum Downloaden findet man bei TUCOWS auch eine kurze Beschreibung und Bewertung (1 bis 5 Kühe) der Software. Die Site beherbergt Demoware, Shareware und etwas Freeware. Zusätzlich gibt es Updates von Virus Definition-Dateien, die allerdings nicht so aktuell ist, wie die der Hersteller von Ant-Viren-Programmen.

Mirror-Server, Virus Definition Datei
Tuner Die Castanet Channels (Marimba) bestehen aus Agenten, die in einer Viewer-Applikation (dem Tuner) eingebettet sind. Diese Agenten senden über eine TCP/IP-Verbindung Anfragen an eine auf einem Server (Transmitter genannt) vorhandene Datenbank. Der Transmitter sendet die Antwort zur vereinbarten Zeit. Channels, Marimba, Transmitter, Push-Technologie
Turing, Alan Mathison

Bekannt geworden ist der britische Mathematiker Alan M. Turing (1912-1954) hauptsächlich als Pionier auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz. Seine Ideen waren aber auch wichtig für die Entwicklung der modernen Computer, wie wir sie heute kennen. Obwohl man sich heute hauptsächlich an sein Gedankenmodell mit dem Namen "Turing Maschine" erinnert, war er im Laufe seines Schaffens auch an der Erforschung zahlreicher Grundlagen bei der Entwicklung der heutigen mit dem Binärsystem arbeitenden Computer beteiligt. Die im Jahre 1936 entwickelte Turing Maschine ist keine Maschine im herkömmlichen Sinn (aus mechanischen Teilen und einem Antrieb), sondern eine Methode der Beschreibung einer logischen Prozedur, heute auch als Algorithmus bekannt. Sie basiert auf dem Konzept einer Maschine, die Symbole lesen und schreiben sowie eine begrenzte Anzahl von Instruktionen verarbeiten kann. Damit war die Turing-Maschine ein Instrument der modernen Computer-Theorie, mit dem sich beweisen ließ, was Computer können und was nicht.

Während der Forschungsarbeiten über den Aufbau einfacher Rechenautomaten und theoretischen Untersuchungen über Rechenautomaten und die Berechenbarkeit mathematischer Funktionen, stellte Turing einige Theorien zur künstlichen Intelligenz auf, die ihn als Wissenschaftler sehr bekannt machten. Im Jahre 1950 verfaßte er sein Werk "Computing Machinery and Intelligence", daß zu einem der am meisten zitierten Werke bei der Erforschung der künstlichen Intelligenz wurde.

In diesem Werk stellt er die Theorie auf, daß Computer späterer Zeiten die Fähigkeiten besitzen würden, die der menschlichen Intelligenz vergleichbar wären. Nach seiner Theorie sind alle Vorgänge im Gehirn von einem Computer nachzuahmen.

Als Teil seiner Argumentation benutzte Turing die Idee eines "Imitation Game", bei dem ein Mensch und ein Computer befragt werden, ohne das der Fragende weiß, wer die Antworten gibt. Wenn ein Fragender bei diesem Test nicht unterscheiden könne, ob eine Person oder ein Computer antwortet, kann man von einem intelligenten Computer sprechen. Dieses "Imitation Game" ist heute als Turing-Test für Intelligenz bekannt.

Nach seiner Ausbildung an der Princeton University (1938), kehrte er kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges nach England zurück. Während des Krieges war er maßgeblich an der Entschlüsselung der Texte der deutschen Verschlüsselungsmaschine Enigma beteiligt. Nach dem Krieg arbeitete er am Entwurf eines Computer für die englische Regierung (1945-48). In den Jahren 1948-1954 lehrte es an der Universität von Manchester, wo er die Arbeiten zur künstlichen Intelligenz vorantrieb. Kurz nachdem er wegen Homosexualität verhaftet wurde, beging er Selbstmord.

Unglücklicherweise lebte Turing nicht lange genug, um seine Arbeiten abzuschließen und zu beweisen, daß das Gegenteil von künstlicher Intelligenz die natürlich Dummheit ist.

Den vollständigen Text von "Computing Machinery and Intelligence" finden Sie auf der Website Computing Machinery and Intelligence

Babbage, Charles

Autor Peter Klau:

Derzeit lebt Peter Klau in Dortmund und hat bis jetzt zahlreiche Titel über das Internet, MP3, PGP, Online Banking und verwandte Themen veröffentlicht und ist auch durch Beiträge in Zeitschriften als Experte ausgewiesen.